Hannah Wettig: Warum ich für den Erhalt des Berliner Neutralitätsgesetzes eintrete

Hannah Wettig  gehört zu den Erstunterzeichnerinnen des Aufrufs zum Erhalt des Berliner Neutralitätsgesetzes.  Sie arbeitet bei der deutsch-irakischen Organisation Wadi e.V. zu politischer Bildung von Flüchtlingen und zu weiblicher Genitalverstümmelung in Asien. Hannah Wettig  hat mehrere Jahre als Journalistin in arabischen Ländern gelebt. Zu ihrem Eintreten für das Neutralitätsgesetz sagt sie:

Musliminnen werden durch Aufhebung des Kopftuchverbots besonders getroffen – sie haben Anspruch auf Schutz

Das Neutralitätsgesetz gilt für alle weltanschaulichen Gruppen gleichermaßen. Gekippt werden soll es aber nicht, weil sich Christinnen, Jüdinnen oder Mitglieder der Humanistischen Union darüber beschwert haben, sondern vorgeblich um die Belange von Musliminnen zu berücksichtigen. Doch genau diese werden durch eine Aufhebung des Verbots besonders getroffen.

Wie in den Ländern des Nahen Ostens versucht der politische Islam auch in Deutschland seine Ideologie als wahre Religion zu verkaufen. Mit der Behauptung, Musliminnen müssten ein Kopftuch tragen – eine Behauptung, die noch vor 50 Jahren zu Gelächter unter Muslimen geführt hat – hat er es geschafft, dass ein großer Teil muslimischer Frauen ihre Bewegungs- und Berufsfreiheit eingeschränkt haben.

Zugleich setzt er damit ein sichtbares Zeichen seiner Dominanz. Wenn auch nicht jede kopftuchtragende Frau eine Islamistin ist, so signalisiert sie doch denjenigen, die gegen diese Ideologie ankämpfen, dass sie auf ihre Unterstützung nicht zählen können.

Die Bürger und Bürgerinnen, insbesondere diejenigen mit muslimischen Wurzeln, müssen aber sicher sein können, dass sie von Polizistinnen, Richterinnen, Staatsanwältinnen und auch Lehrerinnen vor Vertretern extremistischer Ideologien geschützt werden. Fatal wäre es, wenn der Eindruck entstünde, dass Amtsträgerinnen selbst Anhängerinnen dieser Ideologie seien.“

 

Hannah Wettig

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