Dr. Renate Nestvogel: Warum ich für den Erhalt des Berliner Neutralitätsgesetzes bin

Dr. Renate Nestvogel hat den Aufruf zum Erhalt des Berliner Neutralitätsgesetzes unterschrieben.  Als Professorin an der Universität Duisburg-Essen war sie wissenschaftlich  insbesondere hinsichtlich  Sozialisations-  sowie Frauen- und Geschlechterforschung und Interkultureller Pädagogik tätig. Sie war Mitglied im Netzwerk Frauen- und Geschlechter- forschung NRW. Sie engagiert sich jetzt ehrenamtlich in Berllin in der Flüchtlingsarbeit.   Ihr Engagement für das Neutralitätsgesetz begründet sie so:

 

Ich halte das Neutralitätsgesetz für unabdingbar, um einen sozialen Frieden und Zusammenhalt in unserer hochgradig heterogenen Gesellschaft aufrecht zu erhalten. Auf der Basis des GG muss für alle Mitglieder dieser Gesellschaft deutlich werden, dass es einen gemeinsamen Nenner, eine gemeinsame Basis für alle zu respektieren gilt. Dies kann nur ein säkularer Staat leisten, der die Integration aller Religionen ermöglicht, aber nicht deren fundamentalistische Ausformungen, sondern aufgeklärte Strömungen, die es in allen Regionen gibt. Die Schule hat die wichtige Sozialisationsaufgabe, alle Kinder, unabhängig von der Heterogenität der Elternhäuser, auf das gemeinsame Fundament einer Trennung von Religion und Staat vorzubereiten. Das Neutralitätsgesetz und das von ihr geforderte religiös neutrale Auftreten der im Staat Beschäftigten gewährleisten, dass die Konstruktion von Unterschieden und der derzeit zunehmende Einfluss politisch organisierter religiöser Gruppen eingedämmt wird.

Dr. Renate Nestvogel

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